Erdbeeren an Bäumen

Im Garten unserer Ferienwohnung steht ein Baum der es uns angetan hat und ein paar Zeilen verdient hat.IMG_3805

Es handelt sich dabei um den immergrünen Westlichen Erdbeerbaum.

Er blüht im Oktober bis Dezember. Als wir ankamen hatte er noch so gut wie keine Blüten, aber jetzt kann man hübsche kleine weiße glöckchenförmige Blüten überall sehen, die die Bienen lieben.IMG_3873

Aufmerksam auf ihn wurden wir durch seine etwa 2 cm großen Früchte. Grün, orange, rot – je nach Reife. Sie haben eine stachlig anmutende Oberfläche. Die reifen roten Früchte haben einen weiche mehlige Konsistenz. Das Aroma ist recht neutral, leicht süß – nicht mit Erdbeeren zu vergleichen ;). Auf Sardinen werden sie gern zu Marmelade verarbeitet. Der Blütenhonig des Baums heißt „Amaro di Crobezzolo“ und soll eine Delikatesse sein. Aber das Gläschen für 15,00 € hat uns abgehalten dies zu überprüfen.

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8. Tag: Pula, Blitz & Donner

Heute sind wir nach Pula gefahren. Unter anderem aus recht praktischen Gründen, denn unser Kühlschrank musste für die letzten Tage gefüllt werden und der Supermarkt Conad hat so alles was der Bauch begehrt. Als wir nach 23 km in den Ort einbogen, bot sich uns eine unspektakuläre Hauptstraße mit Restaurants, Café Bars und einer Bank, die wir als Zentrum interpretierten. Doch ein Schild „Centro“ brachte uns durch schmale Straßen mit Petunientöpfen an den Häusern und Kinderwagen-breiten Gehwegen zu einem verwinkelten Ortskern mit Piazzen, gepflegten Häuschen und einigen hübschen Geschäften. In einem Café kam L. endlich zu seinem lang ersehnten frisch gepressten sardischen Orangensaft, F zu seinem Marmeladenkeks und die Eltern zu einer leckeren getupften Milch. Pula ist ein wirklich schönes italienisches Örtchen, was in der Saison wahrscheinlich sehr lebhaft ist.

Nachdem Stadtbesichtigung und Einkauf erledigt waren, ging es zurück „nach Hause“.

Im Garten beobachteten wir das herankommende Gewitter. Die dunklen Wolken rollten wie ein Teppich die Berge herab Richtung Strand. Wo der Himmel nicht von Blitz, Donner und Regen bedeckt war, schien die Sonne als ob nichts wäre.

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Danach machten wir unseren fast schon täglichen Abendspaziergang zum Strand, um die Sonne untergehen zu sehen. Heute ohne Eis und Kaffee, denn der Kiosk ist im Winterschlaf – er wurde abgebaut und eingelagert bis zur nächsten Saison.

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7. Tag: Wanderung in den Bergen

Nach Strand und Stadt erwuchs in uns die Sehnsucht nach dem Land. Wir hatten von einem riesigen Waldgebiet nördlich unserer Unterkunft gehört. Also wurde mal wieder unsere stark kontingentiertes EU-Ausland-Internet-Packet strapaziert und nach geeigneten Wanderrouten recherchiert. Auf Wikiloc wurden wir fündig. Eine 7 km Runde durch der Berge bei Is Cannoneris sah vielversprechend aus. Also Track aufs Smartphone geladen (was leider nur über den Umweg eines Laptops gelang) und rein ins Auto. image

20km zeigte das  Navigationsgerät. Bis Domus de Maria fuhren wir auf einer gut ausgebauten Straße. Hinter dem Ort wurde dann aus einer schmalen Asphaltstraße ein Schotterfahrweg, welcher sich hoch in die Berge windete. Kurz vor unserem Ziel wurden wir von ein paar zutraulichen Hirschen begrüßt. Ohne Scheu beschauten sie unser Auto aus nächster Nähe.

Wir kamen an eine große Raststelle, welche auch ein paar Parkbuchten für Autos bereit hielt. Es gab Feuerstellen und viele Bänke, aber weit und breit keine Besucher. Nur mit T-Shirt bekleidet kamen wir bei unseren Vorbereitungen schnell ins frösteln.Auf gut 700 m Höhe waren die Temperaturen doch schon um einiges niedriger als an der Küste. Baby J. kam in die Trage, Verpflegungsrucksack auf den Rücken und Fotoapparat um den Hals. Ein Pfad führte uns gleich in den Sardischen Laubwald. Wie ein Tunnel wölbten sich die Steineichen über den Weg. Erst leicht bergab, aber dann mit abwechslungsreichen Anstiegen führte uns der Weg vorbei an schroffen Felsen, kleinen Geröllfeldern. Immer wieder ließ die lockere Vegetation einen Blick über die Bergrücken Richtung Mittelmeer zu.

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Nach ca 2 h Stunden hatten wir gut die Hälfte des Weges zurück gelegt und auch den spannendsten Teilen der Rundtour, vom Punta Calamixi (826 m ) mit führte ein Fahrweg in einem großen Bogen zurück zu unserem Ausgangspunkt. Mittlerweile hatte auch Baby J. genug vom Geschuckel in der Trage und wollte auf dem Arm getragen werden.

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Als wir wieder am Auto ankamen brannten zu unserer Überraschung etliche Feuer und einige Gruppen Italiener hatten es sich bei einem Sonntagspicknick bequem gemacht.

6. Tag: Küste Richtung Nord-Westen

Nach einem ausgiebigen Frühstück sortierten wir uns eine ganze Weile. Schließlich war unser kleiner Tagesrucksack mit Wasserflasche und Snacks gefüllt und Abmarsch bereit. So brachen wir am späten Vormittag zu einer kleine Küstenerkundungstour in Richtung Nordwesten auf. Hinter unserer kleinen Steinbucht führte die Via Romana, eine für Kraftfahrzeuge gesperrte Schotterstraße, mit leichter Steigung die Klippen entlang.

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Die Sonne am wolkenlosen Himmel ließ uns ordentlich ins Schwitzen kommen. Und schon bald waren die ersten Klagelaute von F. und L. zu hören. Nur vereinzelt spendeten uns ein paar hochgewachsene Zypressen und Olivenbäume am Wegesrand Schatten. Ab und an brachte ein leichter Windhauch kühlere Luft vom Meer zu uns hinauf und sorge kurzzeitig für eine angenehme Erfrischung.

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Nach gut einer Stunde und ohne Ziel vor Augen machten wir an einer Kurve auf einem Ausläufer der Berge halt. Der Blick über ein kleines Tal zeigte uns den weiteren Streckenverlauf und ließ uns die Entfernung des Weges besser einschätzen. Das nächste Ziel „Santa Margherita di Pula“ lag noch mindestens eine weitere Wegstunde von uns entfernt. Beim Blick zum Meer entdeckten wir eine kleine Marienstatue, die unsere Jungs genauer unter die Lupe nehmen wollten.

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Nach dieser kleinen Pause entschieden wir uns den Rückweg anzutreten. Leicht bergab legten die Großen einen schnellen Schritt ein. Denn jetzt, mit Ziel in Form des Kraxelfelsens in unserer Steinebucht vor Augen, lief es sich doch um einiges besser.

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Baby J. schlief weiterhin bei Papa im Tragetuch, so dass wir bald wieder die Bucht erreichten und uns am Wasser eine kleine Abkühlung verschaffen konnten.

5. Tag: Kleine Küstenwanderung

Der Wind ist wie weggeblasen und die Temperatur wieder deutsch sommerlich. Deswegen ging es heute zurück zum Strand Campana. Von dort startet unsere kleine Küstenwanderung zum Leuchtturm. Auf der einen Seite immer den Blick zum Meer und auf der anderen Seite schönste Mittelmeer-Macchia, die an Modelleisenbahn Landschaft erinnern lässt:

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Auf dem Rückweg halten wir an der kleinen Bucht vom Spiaggia di Su Giudeu und stürzen uns in tolle Wellen, die hier so bliebt bei Surfern sind… und bei uns!

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