10. Tag: Hafen, Strand & Grotte

Auf der Landstraße von Teulada nach Santadi befindet sich die Tropfsteinhöhle von Is Zuddas, was unser heutiges Hauptziel sein sollte. Deshalb ging es entpannt nach einem ausgedehnten Frühstück und Badesachen im Gepäck die Costa del Sud (schlicht Südküste) weiter Richtung Westen entlang.

Kurz vor dem verschlafenen Städtchen Teulada machten wir halt an einem klitzekleinen Hafen mit dem Namen Porto Budello. Der Reiseführer bezeichnete ihn als „reizvoll“ – wir haben lange überlegt, was damit wohl gemeint war, als wir das Häfchen abliefen 😉

Nachdem wir uns die Fischerbooten angeschaut hatten, ging es ein kleines Stück an der Küste entlang zum Strand Porto Tramatzu. Ein wirklich schöner, wenig besuchter Badestrand hinter dem Yachthafen von Teulada mit Blick auf die Isola Rossa.  Porto Tramatzu grenzt an einen Truppenübungsplatz an, was der Idylle einen leicht bitteren Beigeschmack verleiht. Wir hatten Glück. Es bliebt ruhig.  So genossen wir den feinen, weißen Sand und das kristallklare Wasser. Nachdem die hungrigen Mäuler noch mit Pizzette und leckerem frischen Brot vom Bäcker versorgt waren, schlängelten wir uns Richtung Santadi Richtung Grotte.

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Die Höhle „Is Zuddas“ ist Teil eines Netzwerkes von Höhlen im Monte Meana. Die zu bestauenen Sälen zeigen zahlreiche schöne Stalagmiten, Stalaktiten und „Wasserfälle“. Die sehr seltenen exzentrischen Aragoniten, welche sich horizontal bilden sind eine große Besonderheit in der Tropfsteinhöhle.

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9. Tag: Strandhopping

Die großen Jungs wünschten sich einen Tag nur mit Wasser & Strand. Deswegen ging es heute mit einem Frühstück am Sa Colonia einer unserer Hausstrände los und danach direkt ins Wasser zum Morgensport.

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Nach einem Spaziergang sind wir zum großen Nachbarstrand Porto Campana/Su Guideu mit Blick auf die kleine Insel Isoletto di Su Guideu mit bestem Buddelsand.

Baby J. ist noch nicht dem Buddelfieber verfallen, obwohl das Zugreifen schon sehr gut klappt. Deswegen haben Mama & Baby lieber Fotoquatsch gemacht und Strandspaziergänge.

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Erdbeeren an Bäumen

Im Garten unserer Ferienwohnung steht ein Baum der es uns angetan hat und ein paar Zeilen verdient hat.IMG_3805

Es handelt sich dabei um den immergrünen Westlichen Erdbeerbaum.

Er blüht im Oktober bis Dezember. Als wir ankamen hatte er noch so gut wie keine Blüten, aber jetzt kann man hübsche kleine weiße glöckchenförmige Blüten überall sehen, die die Bienen lieben.IMG_3873

Aufmerksam auf ihn wurden wir durch seine etwa 2 cm großen Früchte. Grün, orange, rot – je nach Reife. Sie haben eine stachlig anmutende Oberfläche. Die reifen roten Früchte haben einen weiche mehlige Konsistenz. Das Aroma ist recht neutral, leicht süß – nicht mit Erdbeeren zu vergleichen ;). Auf Sardinen werden sie gern zu Marmelade verarbeitet. Der Blütenhonig des Baums heißt „Amaro di Crobezzolo“ und soll eine Delikatesse sein. Aber das Gläschen für 15,00 € hat uns abgehalten dies zu überprüfen.

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8. Tag: Pula, Blitz & Donner

Heute sind wir nach Pula gefahren. Unter anderem aus recht praktischen Gründen, denn unser Kühlschrank musste für die letzten Tage gefüllt werden und der Supermarkt Conad hat so alles was der Bauch begehrt. Als wir nach 23 km in den Ort einbogen, bot sich uns eine unspektakuläre Hauptstraße mit Restaurants, Café Bars und einer Bank, die wir als Zentrum interpretierten. Doch ein Schild „Centro“ brachte uns durch schmale Straßen mit Petunientöpfen an den Häusern und Kinderwagen-breiten Gehwegen zu einem verwinkelten Ortskern mit Piazzen, gepflegten Häuschen und einigen hübschen Geschäften. In einem Café kam L. endlich zu seinem lang ersehnten frisch gepressten sardischen Orangensaft, F zu seinem Marmeladenkeks und die Eltern zu einer leckeren getupften Milch. Pula ist ein wirklich schönes italienisches Örtchen, was in der Saison wahrscheinlich sehr lebhaft ist.

Nachdem Stadtbesichtigung und Einkauf erledigt waren, ging es zurück „nach Hause“.

Im Garten beobachteten wir das herankommende Gewitter. Die dunklen Wolken rollten wie ein Teppich die Berge herab Richtung Strand. Wo der Himmel nicht von Blitz, Donner und Regen bedeckt war, schien die Sonne als ob nichts wäre.

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Danach machten wir unseren fast schon täglichen Abendspaziergang zum Strand, um die Sonne untergehen zu sehen. Heute ohne Eis und Kaffee, denn der Kiosk ist im Winterschlaf – er wurde abgebaut und eingelagert bis zur nächsten Saison.

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7. Tag: Wanderung in den Bergen

Nach Strand und Stadt erwuchs in uns die Sehnsucht nach dem Land. Wir hatten von einem riesigen Waldgebiet nördlich unserer Unterkunft gehört. Also wurde mal wieder unsere stark kontingentiertes EU-Ausland-Internet-Packet strapaziert und nach geeigneten Wanderrouten recherchiert. Auf Wikiloc wurden wir fündig. Eine 7 km Runde durch der Berge bei Is Cannoneris sah vielversprechend aus. Also Track aufs Smartphone geladen (was leider nur über den Umweg eines Laptops gelang) und rein ins Auto. image

20km zeigte das  Navigationsgerät. Bis Domus de Maria fuhren wir auf einer gut ausgebauten Straße. Hinter dem Ort wurde dann aus einer schmalen Asphaltstraße ein Schotterfahrweg, welcher sich hoch in die Berge windete. Kurz vor unserem Ziel wurden wir von ein paar zutraulichen Hirschen begrüßt. Ohne Scheu beschauten sie unser Auto aus nächster Nähe.

Wir kamen an eine große Raststelle, welche auch ein paar Parkbuchten für Autos bereit hielt. Es gab Feuerstellen und viele Bänke, aber weit und breit keine Besucher. Nur mit T-Shirt bekleidet kamen wir bei unseren Vorbereitungen schnell ins frösteln.Auf gut 700 m Höhe waren die Temperaturen doch schon um einiges niedriger als an der Küste. Baby J. kam in die Trage, Verpflegungsrucksack auf den Rücken und Fotoapparat um den Hals. Ein Pfad führte uns gleich in den Sardischen Laubwald. Wie ein Tunnel wölbten sich die Steineichen über den Weg. Erst leicht bergab, aber dann mit abwechslungsreichen Anstiegen führte uns der Weg vorbei an schroffen Felsen, kleinen Geröllfeldern. Immer wieder ließ die lockere Vegetation einen Blick über die Bergrücken Richtung Mittelmeer zu.

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Nach ca 2 h Stunden hatten wir gut die Hälfte des Weges zurück gelegt und auch den spannendsten Teilen der Rundtour, vom Punta Calamixi (826 m ) mit führte ein Fahrweg in einem großen Bogen zurück zu unserem Ausgangspunkt. Mittlerweile hatte auch Baby J. genug vom Geschuckel in der Trage und wollte auf dem Arm getragen werden.

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Als wir wieder am Auto ankamen brannten zu unserer Überraschung etliche Feuer und einige Gruppen Italiener hatten es sich bei einem Sonntagspicknick bequem gemacht.